"Aus himmlischen 

                    Perspektiven"

 

"Mich interessiert das Geschehen zwischen Ich und Selbst. Das Wesentliche, die eigentliche Lebendigkeit unseres In-der-Welt-Seins, entsteht aus der Wechselwirkung zwischen Körper und Geist, zwischen Unterbewusstem mit Bewusstem und in der Folge zwischen Innen und Außen."

copyrights: SW-Portraits: Amelie Zadeh / Beni Altmüller / Johanna Tschautscher / Theo  Pan Altmüller

VITA

ES SCHLAUCHT 1976

 

Beni Altmüller wuchs bei seinen Großeltern in der Werkstatt einer Fassbinderei auf. Nach der Grundschule und einer technischen Mittelschule studierte er an der Kunstuniversität Linz und absolvierte dort 1977 seinen Abschluss. Von 1978 bis 1995 arbeitete er mit Gerhard Bogner  im Atelier Altmüller-Bogner. Beschäftigung mit Interiordesign, Vergnügungsdesign, Kommunikationsschmuck und Architektur.
Ab Mitte der neunziger Jahre konzentriert er sich auf Skulptur und Malerei.

In unseren Köpfen fließen unaufhörlich Gedanken. Informationen strömen herein, lösen Affekte aus, werden bewertet, verworfen, eingeordnet und mit der kollektiven Ausrichtung abgestimmt.
Malerei übt man in der Regel alleine aus. Doch der allgemeinen Geschäftigkeit des Gehirns läuft dabei niemand davon, selbst wenn jemand während des Malvorgangs in einen „Flow“ hinein - fällt.
Ich gerate beim Malen in einen Zustand der inneren Freiheit. In diesem Momentum bin ich wirklich gern mit mir selbst beisammen. Mit dem ALL(es) rundherum sowieso. Es ereignet sich eine kommunikative Selbstbeobachtung im Wechselspiel von Ich und Selbst. Die austauschenden Ströme der Gedanken und Gefühle erzeugen „GESCHEHENS-FELDER“, die von verschiedenen Positionen aus beobachtet werden.
Und Achtung, genau damit kommt die einzigartige Fähigkeit des menschlichen Denkens INS BILD, ein Talent, das wir so selbstverständlich gebrauchen, das jedoch evolutionsgeschichtlich gesehen eine phantastische Entwicklung (es hätte auch anders kommen können) hinter sich hat: Die Fertigkeit die Welt aus verschiedenen Perspektiven zu konzeptualisieren und zu betrachten.

 

DER BLICK VoN HIER UND VoN DoRT.
Wir sind fähig, das Geschehen durch die Augen anderer Menschen zu sehen, selbst deren Frohsinn oder Schmerz spüren wir. Wir ändern unser eigenes Leben, indem wir unseren Standpunkt wechseln. Von einem Hier und Jetzt können wir uns dem komplett Neuen  hingeben und zwar DANN, aber auch schon BALD.

Es gibt zum anderen auch Menschen, die so arm sind, dass ihnen jede Perspektive fehlt. Sie schicken ihre Kinder auf eine Suche in völlig unbekannte, fremde Länder.

 

Wir können uns aber auch, um endlich ins Bild zu kommen, die Welt von oben ansehen und so vielleicht den Horizont ein wenig in die Ferne rücken, oder räumlich anders gesagt: “Wir können uns himmlische Perspektiven ausmalen"